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Erdsegungszeremonie im neuen Milarepa Retreat Zentrum Drucken
Donnerstag, 11 August 2011

Kurzer Besuch von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang in Schneverdingen

Es war ein freudiger Anlass, zu dem eine ansehnliche Gruppe von Praktizierenden der Drikung-Linie aus ganz Deutschland zusammenkam. Seine Heiligkeit, der Drikung Kyabgön Chetsang war kurzfristig für wenige Tage nach Schneverdingen gekommen, um persönlich die Erdsegnungszeremonie für den Tempel auf dem Gelände des Milarepa Retreat Zentrums durchzuführen.

Einfahrt zum Retreat Zentru
Es war schon dunkel als wir am Vorabend der Zeremonie in Schneverdingen ankamen und wir hatten etwas Mühe, auf altertümliche Art, ohne die Verwendung eines Navi, das Gelände in der ländlichen Umgebung zu finden. Eine Zufahrt von ca. 300m durch ein kleines Waldstück trennt die Häuser von der Straße. Durch die Bäume um die Häusergruppe ist von den Feldern aus, die die Landschaft prägen, das Grundstück nicht einsehbar. Und umgekehrt natürlich auch nicht. Eine gute Voraussetzung für eine Platz, an dem man sich zurückziehen möchte, der aber durch die Naturverbundenheit und Stille innere Ruhe und einen klaren Geist einfacher ermöglicht.

Wir konnten im größten Haus des Anwesens, das für Praktizierende vorgesehen ist, die sich für eine zeitlang intensiver der Meditation widmen möchten, unterkommen. Nach der monatelangen Renovierung der Häuser und der Erschließung des Grundstücks waren die Räume gerade fertig und "erlebten" ihre ersten Gäste. Eine Inneneinrichtung gab es mit Ausnahme einiger schön gestalteter Bäder noch nicht, aber wir waren darauf vorbereitet und fanden mit Isomatten und Schlafsack einen schönen Platz direkt unter dem Dach. Eine ganze Reihe von Personen hatte sich schon in den Räumen in Etage darunter eingerichtet.

Seine Heiligkeit mit dem Kompass
Am nächsten Morgen waren bei klarem blauen Himmel und Sonnenschein die stilvoll restaurierten Häuser erst richtig zu erkennen. Sie stehen unter Denkmalschutz und sind daher in der ursprünglichen Bauweise mit Fachwerk zu erhalten. Da das Grundwasser sehr hoch ist, haben die Häuser keinen Keller. Die Arbeiten an dem Häusern für die Rinpoches, die Begleiter, die Ordinierten, die Verwaltung, das Drei-Jahres-Retreat und die Gäste sind im Prinzip abgeschlossen. Der Haupttempel, ein Haus mit kleinem Tempel und Küche für die Praktizierenden des Drei-Jahres-Retreats und ein Achi-Tempel sind noch im Bau. Das Gelände des Drei-Jahres-Retreats wird durch eine Hecke von Lorbeerbüschen eingerahmt, um ein ungestörtes Praktizieren zu ermöglichen.

Gegen 9 Uhr begann nach einem gutem Frühstück die Zeremonie der Erdsegnung an dem Ort, an dem der Haupttempel seinen Platz finden wird. Die Kürze der Vorbereitung, die der spontane Besuch nur ließ, konnte man dem eingerichteten Zelt mit Thrönen für Seine Heiligkeit und Khenchen Rinpoche sowie einem Altar und Platz für einige Gäste wahrlich nicht ansehen. Unter Lama Tsering Rinpoches Federführung hatten viele helfende Hände einen würdigen Rahmen geschaffen. Die eigentliche Zeremonie fand aber im Freien neben dem Zelt statt.

Nach der feierlichen Ankunft von S.H. bestimmte er zunächst mit einem Kompass die Himmelsrichtungen, die entlang von Bändern mit weißem Pul­ver auf die Erde gestreut wurden. Anschließend wurden verschiedene Gebete, Meditationen und Darbringungen ausgeführt, um die Wesen, die sich an diesem Platz aufhalten, zu bitten an einen anderen Ort zu gehen und keine Hindernisse zu schaffen. Zum Ende der Zeremonie brach dann S.H. die Erde in einer bestimmten Himmelsrichtung mit einer Spitzhacke auf und diese Erde wurde in ein Gefäß gefüllt.

Das Aufbrechen der Erde durch S.H.
Anschließend setzten sich die Anwesenden in das Zelt und auf die bereitgestellten Bänke und es wurde zur Feier dieses Ereignisses und als Dank an S.H. süßer Reis an alle verteilt. Nach einer Ansprache von S.H. und anderen beteiligten Personen wurde zum Abschluss noch ein Rauchopfer an Achi Chökyi Dölma dargebracht.

Während des gesamten Ablaufes war eine sehr fried- und freudvolle Atmosphäre zu spüren, die sicher in großem Maße mit S.H. in Zusammenhang steht. Nicht umsonst wird er als Verkörperung von Avalokiteshvara gesehen. Aber auch die Verbundenheit der anwesenden Mitglieder der Drikung-Familie, die sich schon über viele Jahre oder Jahrzehnte zumindest dieses Lebens kennen, trug zu der Atmosphäre bei.

Am Nachmittag gab S.H. ein gemeinsame Audienz für alle Anwesenden, in der Fragen und Anregungen geäußert werden konnten. So kam eine interessanter und lebhafter Austausch u.a. über die mögliche Gestaltung von mehrjährigen Seminarprogrammen zustande.

Da das offizielle Programm damit abgeschlossen war, fuhren die meisten wieder zurück nach Hause. Da wir Khenchen Rinpoche erst am nächsten Tag mit nach Aachen nahmen, hatten wir das Glück noch länger an diesem Ort zu bleiben und auch einen Spaziergang in die nähere Umgebung zu unternehmen.

Allen, die an der Realisierung dieses Retreat Zentrums mitgewirkt haben und noch mitwirken, sei ganz herzlich gedankt. Insbesondere auch Carolina und Angelika, die sich vor Ort um die Organisation kümmern und noch mit einigen strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, gilt ein großes Dankeschön für Ihren umsichtiges Engagement.

Wir schauen schon gespannt auf die offizielle Eröffnung, voraussichtlich in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres, wo die Bauarbeiten wohl beendet sein werden. Seine Heiligkeit hat auf jeden Fall sein Kommen zur Einweihung des Tempels angekündigt, worauf wir uns sehr freuen.

Christian Licht

 

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