| S.E. Chenga Rinpoche |
|
| Samstag, 31 März 2007 | |
![]() ![]() Chenga Dragpa Jungne war ein enger Schüler und Begleiter von Kyobpa Jigten Sumgön (1143 - 1217), dem Gründer der Drikung Kagyü Linie. Nachdem er Kyobpa Jigten Sumgön siebzehn Jahre lang begleitet hatte, bekam er den Namen "Chenga" was im Tibetischen "in der Gegenwart von" bedeutet. Chenga Dragpa Jungne wurde nachträglich als Regent des Glorreichen Phagmodrupa (1110 - 1170) inthronisiert und leitete mit sechsundzwanzig Jahren den Sitz von Phagmodrupa. Der gegenwärtige Chenga Rinpoche wurde 1974 geboren. Rinpoche besuchte eine Zeit lang regelmäßig die chinesische Schule in Lhasa. Später wechselte er zu einer Schule in der Provinz Qinghai, wo er sein Studium erfolgreich fortführte. Unter den älteren Studenten wurde Rinpoche als einer von zwei Studenten ausgewählt, die für ein höheres Studium nach Xining - einer Ortschaft in der Provinz Qinghai - gehen sollten. Schon als kleiner Junge hatte Rinpoche den starken Drang, Mönch zu werden. Dieses Gefühl wurde im Laufe der Jahre immer stärker. Schließlich trat er in das Kloster Tsurphu, dem Sitz von Seiner Heiligkeit Karmapa, ein und erhielt 1989 die Mönchsordination. Rinpoche begann sein Studium im Kloster und war außergewöhnlich gut, so dass er nach kurzer Zeit Meister der Rezitation und des Gesangs im Kloster wurde. Während er sich im Kloster Tsurphu aufhielt, arbeitete Rinpoche sechs Monate für den gegenwärtigen Karmapa als einer seiner persönlichen Begleiter. Nachdem Chenga Rinpoche Tibet verlassen hatte, erhielt er die vollständigen Unterweisungen zur Herzessenz und Ermächtigungen von Longchenpa und er erhielt Unterweisungen zu 'Die Worte meines vollendeten Lehrers' von Khenchen Thupten. Als er sich in den USA aufhielt, erhielt Rinpoche die fünfzig Ermächtigungen der Drikung Kagyü Tradition, die Vajravarahi-Ermächtigung, die Ladrup Dewai Dorje Ermächtigung und die Manjushri-Langlebens-Yamantaka Ermächtigung. Seiner Eminenz Garchen Rinpoche übertrug Chenga Rinpoche die Ermächtigung der Drei Gottheiten der Gar Tradition. Übersetzung: Heinz-Werner Goertz, 2003 Aus Rundbrief 3/2004 |