Vajra Dakini Nunnery Drucken
Mittwoch, 30 Mai 2007

Aufbau eines Klosters der Drikung Kagyü Tradition in Amerika (Vermont)

Vajra Dakini Nunnery ist eine kontemplative Gemeinschaft des tibetischen Buddhismus. Es wurde von Pema Sangzin Khandro (Ven. Dhyani Ywahoo) mit dem Segen von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche und S.E. Changlochen Rinpoche gegründet und mit Gebeten dem Wohle aller fühlenden Wesen gewidmet. Das Kloster liegt in Peace Village in einem Tal der Vermont-Berge. Es soll den Ordinierten und der Laien-Sangha durch Angebote von Programmen und Retreats zur Verfügung stehen.

Das Vajra-Yogini Kloster

Ein buddhistischen Kloster ist ein Platz, der von weltlichen Ablenkungen entfernt ist und wo eine Gemeinschaft mit einsgerichtetem Geist den Lehren des Buddhas folgt. In einem Kloster können wichtige Rituale durchgeführt werden, die Lehren der Übertragungslinie werden erhalten, gelehrt und studiert und der tägliche und jährliche Rhythmus von Gebeten und Zeremonien wird durchgeführt und weiter gegeben. Es ist der Ort, an dem die Aufgabe der spirituellen Meister durch die Unterstützung von Menschen, die dafür arbeiten, umgesetzt werden und eine Umgebung, in der die Schüler üben können. Ein Kloster sorgt für die Bedingungen, dass die Lehren übertragen und für die Zukunft weiter erhalten bleiben.

Zur Eröffnung der Lotus-Stupa in Lumbini, die 2004 in Nepal stattfand, konnte Pema Sangzin Khandro (auch als Ven. Dhyani Ywahoo bekannt), die Gründerin der Sunray Meditation Society, mit dem Segen und der Schirmherrschaft von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche und S.E. Changlochen Rinpoche die Planung des Vajra Dakini Klosters bekanntgeben. S.H. Chetsang Rinpoche segnete das Projekt und gab ihm seinen Namen. Er ernannte Khenmo Dolma zur Äbtissin des Projektes.

Bereits im Jahr 2000 wanderte S.H. Drikung Kyabgön über das Grundstück von Peace Village und wählte einen Platz aus, an dem man ein Kloster errichten sollte. S.E. Garchen Rinpoche, Khenchen Könchog Gyaltsen, Khenchen Palden Sherab und Khenpo Tsewang Dongyal geben als Mitglieder des Rates ihren Segen und ihre Unterst ützung.

Die Unterstützung einer Kloster-Gemeinschaft

Damit sich der Buddha-Dharma im Westen entwickeln kann, ist es von entscheidender Bedeutung, Bedingungen zu schaffen, durch die auch die Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen studieren und praktizieren kann. Obwohl viele Dharma-Zentren in Amerika entstanden sind, wurden nur sehr wenige Klöster aufgebaut, in denen auch westliche Buddhisten den Vinaya, der die Gelübde für Mönche und Nonnen enthält, studieren und umsetzen können. Zur Zeit gibt es etwa 20 westliche Ordinierte in der Drikung-Linie und auch Mönche und Nonnen aus anderen Traditionen, aber es gibt so gut wie kein Kloster, in dem diese ordinierten Praktizierenden als Sangha zusammen leben können. Dies ist ein Grund, dass so viele westliche Praktizierende ihr Leben als Ordinierte nicht lange einhalten konnten und ihre Gelübde zur ückgegeben haben.

Die Tulkus und Ordinierten der Sangha der westlichen Ordinierten der Drikung Kagyü Linie brauchen eine Erleichterung und Unterstützung, so dass sie vor und nach ihrer Ordination ein Training erhalten können. Traditionell ist es für Mönche und Nonnen erforderlich, in einem Kloster zu leben, bis ihr Training abgeschlossen ist. Genauso wichtig ist ein Modell, das der westlichen Kultur entspricht.

Westliche Ordinierte beginnen als Erwachsene und kommen nicht aus der buddhistischen Kultur. Ihre Herausforderungen durch das Leben in einer Gemeinschaft und die genaueren Systeme der Ethik und des Verhaltens unterscheiden sich von denen, wie sie in asiatischen L ändern üblich sind.

Für das Vajra-Dakini Kloster haben wir die Erlaubnis erhalten, auch Laien-Praktizierenden, die für eine begrenzte Zeit an einem klösterlichen Leben teilnehmen m öchten, zeitweilige Gelübde zu geben.

Vajra Dakini wird die erste Möglichkeit der Drikung-Linie sein, um ein bleibendes Training vor und nach einer Ordination für westliche Schüler anzubieten. Khenmo Nyima Dölma ist die erste voll-ordinierte Nonne der Drikung Kagyü Linie. Daher wird die Gemeinschaft der weiblichen Ordinierten die erste Drikung-Gemeinschaft sein, die sich am Bhikshuni-Vinaya orientiert.

  • S.H. Drikung Chetsang Rinpoche hat Khenmo Drolma geraten, mit acht Nonnen zu beginnen und ein Modell für den Westen zu entwickeln, dass dem von Gampo Abbey gleicht.
  • Es soll ein Platz für das Training der Vinaya-Lehren werden, an dem diese studiert und praktiziert werden können.
  • Vajra Dakini soll Gelehrte sowie Retreat-Meister und andere Lehrer der Drikung- und Nyingma-Tradition nach Vermont einladen, um ein strukturiertes Programm f ür Anfänger und fortgeschrittene Schüler zu entwickeln.
  • Das Kloster soll darüber hinaus angemessene weiter reichende Kontakte zu lokalen Krankenhäusern, Hospizen und anderen Friedensgruppen anstreben, um die Philosophie von Liebe und Mitgef ühl mit diesen zu teilen.

So soll in der Zukunft durch das Kloster die Zufluchtnahme und verschiedene Stufen von Gelübden bis hin zu zeitweiligen und lebenslangen Gelübden auf einer regelmäßigen Grundlage gegeben werden und viele Praktizierenden die Möglichkeit haben, in einer buddhistischen Gemeinschaft von Praktizierenden zu leben.

Gründung des Klosters - Drei Phasen des Aufbaus

Das Kloster soll in drei Abschnitten errichtet werden. Das Land wird von Sunray Peace Village auf der Basis einen langfristigen Pachtvertrages für 100-1000 Jahre zur Verfügung gestellt. Der erste Bauabschnitt beinhaltet ein achteckiges Gebäude. Darin sollen ein Meditationsraum (Tempel) und ein Appartement/Studienraum Platz finden.

Es soll unterkellert werden und Schlafräumen für Seminarteilnehmer Platz bieten, damit die Programme und Retreats leicht durchgeführt werden k önnen. Für die Ausgangskosten sind ca. 250.000,- US$ veranschlagt.

Später sollen Seitenflügel angebaut werden, die Zimmer für die Ordinierten, eine Küche, Essraum und Büroräume beherbergen. Dann sollen in der zweiten Etage eine Bibliothek und Gästezimmer für die Lehrer eingerichtet werden. Mit dem Bau soll im Sommer 2005 begonnen werden.

Es ist eine große Verantwortung, die mit dem Verständnis aufgenommen wird, dass das Kloster, nachdem es einmal errichtet ist, für Generationen erhalten bleiben soll. Entsprechend wollen wir stufenweise die Finanzen und das Personal aufbauen, die durch regelmäßige Beiträge sowie durch eine Stiftung getragen werden sollen.

Sunray hat Peace Village in über 20 Jahren errichtet und hoch verehrte spirituelle Meister eingeladen, um dort zu lehren. Auf einer Fläche von gerodetem Wald befindet sich ein Gebetsraum, in dem etwa 35 Studenten Platz finden, eine Friedens-Stupa, eine Ritual-Laube der Cherokee, und zwei getrennte Badezimmer sowie Platz f ür viele Zelte.

Programm

Das Kloster wird regelmäßige Programme und Kurse anbieten. Diese sollen sich selbst tragen, da der Dharma nicht benutzt werden soll, um Geld zu erwerben.

Ordinierte Mönche und Nonnen sollen durch ihre Gelübde nicht mit Geld umgehen oder sich in Geschäften betätigen. Traditionell wird die Arbeit von Mönchen und Nonnen jedoch hoch geschätzt und gewürdigt und Sponsoren geben die notwendigen Mittel, um die Arbeiten, Studien und Gebete zu ermöglichen. Vajra Dakini hat erkannt, das beides, das Verständnis der Rolle von Ordinierten und die Abhängigkeit des Verdienstes, das durch die Sponsoren zur die Durchführung von Zeremonien usw. erwirkt wird, für die Menschen im Westen neu ist. Es ist wichtig, das die Ordinierten mit der Gemeinschaft auf diese Weise miteinander verbunden werden.

Gleichzeitig sollen die Kosten für das Errichten der Gebäude und die Unterstützung der Ordinierten erwirtschaftet werden. Wir schlagen daher drei Grundlagen der Unterstützung vor:

  • vierteljährliche Beiträge an die Gemeinschaft,
  • ein über das Internet betriebenes Geschäft (www.greentaracoffee.com)
  • und die Unterst ützung durch Sponsoren.

Vajra Dakini hat von hingebungsvollen Helfern ein Geschäft erhalten. Dies soll sowohl zum rechten Lebenserwerb für die Laien-Sangha als auch als eine Grundlage für die Unterstützung der Nonnen dienen. Green Tara Coffee ist ein Internet-Verkauf (www.greentaracoffee.com) von Kaffee, Tee, Schokolade usw., bei dem der Erlös dem Kloster zukommt. Ein Teil des Geldes, das dadurch eingenommen wird, soll in eine Stiftung investiert werden.

Der Aufbau eines Klosters ist eine außergewöhnliche Verpflichtung für die Zukunft. Der Buddha hat vorausgesagt, dass der Buddhismus sich dort entwickeln wird, wo es die vier Arten von Praktizierenden gibt: Mönche, Nonnen, männliche und weibliche Laienpraktizierende. Das Kloster soll die Grundlage für alle vier sein, die Ursache und Bedingung dafür, dass erleuchtete Wesen erscheinen und unseren Kindern und zukünftigen Generation Belehrungen geben k önnen.

Die Aufgabenverteilung

S.H. Chetsang Rinpoche und Ven. Dhyani Ywahoo übernehmen die Schirmherrschaft des Projektes und der Belehrungen der Sicht und Linie. Sie erhalten die Übersicht über die finanziellen Vorgänge und langfristigen Pläne bedürfen ihrer Zustimmung.

Ven. Dhyani Ywahoo ist sowohl für das Vajra Dakini Kloster als auch die Sunray-Organisation (Treuhand des Grundst ückes) weisungsberechtigt.

Die Äbtissin (Khenmo Dölma) sorgt für den Erhalt der Lehren, die täglichen Abläufe, die Aufsicht über die Finanzen durch regelmäßige Berichte und Jahresabschlüsse, langfristige Planungen und die Mittel f ür Sunray.

Der beratende Vorstand befasst sich mit der Entwicklung eines Modells für westliche Ordinierte, Finanzierungsquellen, Errichtung von Gebäuden und der langfristigen Planung.

Ein Ordinierten-Rat der ansässigen Gemeinschaft, die entsprechend den Regeln des Vinaya leben, übernimmt die Aufgaben, die im täglichen Leben notwendig sind und entwickelt Pläne für die Zukunft., während sich die Geschäftsführung um die Einnahmen durch Spenden, Green Tara Coffee, monatliche Umsätze und die jährliche Abrechnungen k ümmert.

Spenden und Informationen

Es ist eine sehr große Aufgabe, einen Platz aufzubauen, an dem auch Möglichkeiten für Ordinierte entwickelt werden sollen. Da dies das erste Projekt der Drikung Tradition im Westen ist, möchten wir es auch von Europa aus unterstützen. Insbesondere kann es eine Chance für Ordinierte oder Anwärter werden, durch entsprechende Programme und Trainings zeitweise oder über längere Perioden diesen Weg kennen zu lernen und zu vertiefen. Es bietet aber für alle Praktizierenden die Möglichkeit, an Programmen und Retreats an diesem besonderen Ort teilzunehmen. Auch, wenn man selbst nicht diesen Platz besuchen kann, kann man die Entwicklung der monastischen Sangha im Westen unterstützen.
Daher ist es hilfreich, wenn das Projekt durch einmalige oder regelmäßige Spenden aus Europa gefördert werden kann. Unser Zentrum in Aachen kann Spenden entgegennehmen und nach Amerika weiterleiten (Zentrums-Konto, Kennwort: Kloster Vermont). Sie können aber auch direkt mit den entsprechenden Vereinen in Amerika oder Khenmo D ölma Kontakt aufnehmen (vgl. Internet-Seiten).

Weitere Informationen finden Sie

- auf den Internet-Seiten von Sunray
- oder in unserer Informationsbroschüre KLOSTER-PROJEKT VERMONT, die Sie im Aachener Zentrum anfordern können.

Aus Rundbrief 2/2005 

 
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